Advent, Advent...

Nun ist es soweit und ich geselle mich, pünktlich zum ersten Advent, zu den Millionen Bloggern auf dieser Welt.

Es soll in meinem Blog um meine Tiere, ihre Tiere und die Welt der ätherischen Öle gehen.

Ich bin Tierheilpraktikerin, gebe Kurse für ätherische Öle und deren Anwendung an Tieren und ich möchte ihnen gerne mehr über die faszinierenden Inhalte der bunten Fläschchen erzählen.

Es soll in diesen Beiträgen mal sachlich, mal unterhaltsam und vielleicht nachdenklich zugehen und ich freue mich, auf jeden Kommentar, den Sie mir auf meiner Seite hinterlassen. Tauchen sie ein in das Geheimnis der Natur und begleiten sie mich in spannende Geschichten, eindrückliche Fallstudien und interessante Fakten.

Angefangen hat diese Faszination damit, dass ich mich, nach meiner Ausbildung zur Tierheilpraktikerin spezialisieren wollte und über das Thema der Aromatherapie gestolpert bin. Es war für mich erst, wie wahrscheinlich für die meisten auch, ein Buch mit sieben Siegeln, welches mich aber mehr und mehr in seinen Bann gezogen hat. Nun bin ich so begeistert von dem Thema, dass ich darauf brenne, mein Wissen und die Faszination weiter zu geben. Es soll möglichst vielen Menschen möglich sein, die Öle zu nutzen und sinnvoll bei sich und seinem Haustier anzuwenden.

In meiner Praxis und den Kursen habe ich zahlreiche Fälle erlebt, die man, als Laie, kaum glauben kann. Ich zähle zu den eher kritischen Erdenbürgern und ich habe anfangs oft gedacht, man wolle mir einen Bären aufbinden, wenn mir jemand eine Erfolgsgeschichte erzählt hat, die von der Behandlung mit ätherischen Ölen gehandelt hat.

Nach und nach durfte ich jedoch erleben, was alles möglich ist, wenn man diese Essenzen richtig einsetzt und mittlerweile ist mein innerer Kritiker ganz verstummt. Ich hoffe, ich kann auch sie mit meinen Beiträgen animieren, tiefer in die Materie einzutauchen und vielleicht das eine oder andere Erfolgserlebnis zu generieren.

Anfangen möchte ich, ganz passend zum heutigen Wetter, mit einer Geschichte von einem kleinen Havaneser mit massiver Gewitterangst.

Der Hund war mit seiner Besitzerin zu einem meiner Workshops gekommen und wir haben uns überlegt, welches Thema denn bei diesem süssen Vierbeiner behandelt werden sollte. Draussen baute sich ein Gewitter auf und schnell war klar, was das Thema sein sollte. Der kleine Mann klammerte sich um den Hals seiner Besitzerin und hat am ganzen Leib gezittert. Ich habe dann, 2 Ölfläschchen aus meiner Sammlung angeboten und schon beim ersten Atemzug aus dem ersten Fläschchen wurde der Hund weich und es sah so aus, als wolle er vom Schoss seiner besorgten Besitzerin springen. Er blieb dann aber oben und legte sich über ihre Beine. Einen tiefen Atemzug später war der ganze Hund entspannt und hat nicht mehr im geringsten auf das Donnergrollen vor den Fenstern reagiert.

Der ganze Prozess hat nicht länger gedauert, als sie benötigt haben, um diesen Text zu lesen. Nicht immer ist das Resultat meiner Arbeit derart schnell und unvermittelt, aber ich finde es einen guten Einstieg in die Thematik um aufzuzeigen, dass psychische Probleme und Verhaltensmuster unter Umständen mit einem einzigen Atemzug erledigt sein können.

Die ätherischen Öle wurden in diesem Fall über die Nase aufgenommen. In der Nasenschleimhaut befinden sich Rezeptoren die direkt mit dem limbischen System des Hundes verbunden sind. Dieses limbische System ist verantwortlich für die Emotionen, das hormonelle Gleichgewicht und das vegetative Nervensystem. (Medizin Randgebiet zwischen Großhirn und Gehirnstamm, das die hormonale Steuerung und das vegetative Nervensystem beeinflusst und von dem gefühlsmäßige Reaktionen auf Umweltreize ausgehen. Quelle: Google) Werden nun diese Rezeptoren durch die Duftmoleküle angeregt, wird im Gehirn eine Reaktionskette freigesetzt die sich schneller vollzieht als wir einen Gedanken fassen können. Ich erkläre es gerne mit dem «Grossmutter-Phänomen»: Sie haben bei ihrer geliebten Grossmutter immer den Geruch der Lavendelsäckchen gegen die Motten gerochen. Ihre Gefühle und Hormone haben nun diesen Lavendelgeruch positiv abgelegt und verknüpft. Sobald sie nun Lavendel riechen denken sie A sofort an ihre geliebte Grossmutter und B wird ihnen warm ums Herz, weil sie sich an sie und die vielen angenehmen Momente erinnern, die sie mit ihr erleben durften. Diese Gefühle kommen schneller als ihnen bewusst ist, was überhaupt geschieht.

So auch mit dem Hund. Das entsprechende Öl hat nun direkt auf das limbische System des Hundes gewirkt und hat so Hormone und Gefühle freisetzen können, die zu dieser direkten Entspannung führen konnten.

Umgekehrt funktioniert jedoch dieser Effekt auch. Riecht ihr Hund einen Geruch, den er negativ verknüpft hat, kann er unter Umständen heftig reagieren, ohne, dass wir genau wissen, warum er diese Reaktion so zeigt.

 

Sie sehen, die Welt der Gerüche hat viele Geheimnisse. Lassen sie uns diese gemeinsam entdecken.